Montag, 25. Februar 2008

Melbourne - 18.2.-24.2.08

Am Dienstag war Testdriving angesagt. Naja zugegeben es war doch sehr komisch am Anfang auf der anderen Seite zu sitzen und zu fahren. Aber es haben alle Insassen heile Überlebt. Wir beschlossen das Auto zu nehmen, mussten aber am Preis noch was machen und im Endeffekt bekamen wir noch mit a bissel Geduld das was wir wollten. Ein tolles Auto zu nem erschwinglichen Preis.

Nu brauchte ich noch ne Versicherung für mich und die zu bekommen war sehr schwer, denn kein Schwein will Backpacker versichern. Na toll. Zum Schluss ham wir dann doch noch was gefunden und waren erleichtert. Am 21.2.08 war es dann soweit, ich haber mir mein erstes Auto gekauft (und das im Ausland…).
















Es ist ein 97er Ford Falcon Station Wagen, automatik, hellblaugrau, groß, windschnittig und passt supergut zu mir. Damit sind wir dann zu Russell gefahren, der ein Stück außerhalb von Melbourne wohnt. Bei meiner ersten großen Fahrt also musste ich mitten durch die City durch und das bei Berufsverkehr in Hochform. Alles aber gut überstanden. In den kommenden Tagen mussten wir noch Campingzeug und alles mögliche kaufen. Das ging uns noch mal an die Geldreserven. Wir machten oft lecker Essen auf dem BBQ-Grill und durften Russells Pferde reiten (Josi hatte nach dem Absteigen allerdings so ihre Probleme wieder normal zu laufen LOL *hihi*). Einfach ein Traum und so schön friedlich alles rund um.

Melbourne - Rest der Woche 11.2.-17.2.08


















Die restliche Woche war ich noch im Hostel und habe sie damit verbracht, vergeblich nach nem Job zu suchen, Melbourne besser und besser zu Fuß und per Sightseeingbus zu erkunden. Ich habe mit Josi über gemeinsame weitere Pläne beraten. Am 17.2. war das Grape Grazing Festival im Yarra Valley und da haben wir mit Loui und Russell den ganzen Tag Wein getrunken und probiert. Naja ok mehr getrunken als probiert. Da sind wir von Weingut zu Weingut gefahren und ham uns bei Temperaturen von über 30 Grad nen tollen Tag gemacht. Ok danach waren wir doch recht down aber was solls, s war n schöner Tag.

Mittwoch, 13. Februar 2008

13.02.08

Früh Rucksack gepackt und auf in die City mit dem Bus gefahren. Ins Hostel eingecheckt. Dann war es endlich so weit. Ich habe Josi nach 5 Monaten wieder getroffen. Hatten uns viel zu erzählen und waren voll happy. Nun gemeinsam kreuz und quer durch die Stadt gelatscht und gequasselt was das Zeug hielt. Freu! Jetzt liegt mal wieder eine Woche in nem richtigen Bett vor mir.

12.02.08

Waren bei Action Workforce und haben nach Jobs gefragt. Der Hammer war allerdings dass die Rezeptionstante gesagt hat wenn ich kein Auto habe, dann kriege ich auch keinen Job von denen oder ich solle mir eine andere Agentur suchen. So eine olle Bitch und voll unfreundlich!!! Hab mir ein Hostel für die nächste Zeit gesucht. Ansonsten durch die Stadt gewatschelt und Kaffee getrunken. Beim Autohändler reingeschaut und nen Schock bekommen über die Preise.

11.02.08


Heute hat die kleine Katl sich ganz alleine auf den Weg in die große Stadt Melbourne gemacht. Mit dem Bus musste ich erstma ne halbe Stunde ins Zentrum fahren. Dort angekommen habe ich die Touristeninformation gesucht um an wertvolle Informationen und Stadtpläne ran zu kommen. Mit kiloweise Papier unter dem Arm konnte es nun los gehen. Was hier cool is dass rund um das Zentrum ne Bahn fährt, die kostenlos ist. Ein ebenfalls kostenloser Bus fährt noch a bissel außerhalb des Zentrums. Ich suchte als erstes das Central YHA, welches wie ich später feststellen musste noch gar nicht gebaut wurde. Schlenderte die Straßen entlang auf der Suche nach Hostels und interessanten Läden. Zwischendurch hab ich mich dann in ein Cafe gesetzt und ganz gechillt nen Kaffee Latte geschlürft und nen Schokoladenmuffin dazu gefuttert. Einsame Spitze der Kaffee!!! So lässt sichs echt leben und ganz nebenbei hat man da seine Ruhe und kann das treiben auf den Straßen beobachten. Melbourne gefällt mir viel besser als das riesige und von Menschenmassen überlaufene Sydney. Klar is Melbourne auch ne Millionenstadt aber trotzdem sehr angenehm. Es war schön warm und die Sonne hat freundlich vom Himmel geschienen. Die Leute hier sind allerdings noch schrägere Vögel als in Sydney, das muss ich gestehen. Trotzdem hat der Style hier mehr Ordnung. Die Innenstadt ist sehr quadratig aufgebaut, sodass man schon ziemlich dumm sein muss um sich hier zu verlaufen. Ich bin dann die Straßen weiter lang gelaufen und wenn es mir an einer Ecke nicht gefallen hat, bin ich eben in die andere Richtung geschlendert. Zum Schluss hab ich dann eine Gegend bissel außerhalb vom Zentrum gefunden, wo es Hostels und Internet gab. Da es aber schon 19 Uhr oder wie die Australier sagen 7pm war hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht. Wie haben auf dem BBQ-Grill lecker Steaks und Würstel gegrillt. Der regionale Kartoffelsalat is jedoch mit dem deutschen in keinster Weise zu vergleichen. Die ham hier rote Kartoffeln mit Schale im Salat und zentnerweise Majonaise.

10.02.08

Nach einem gemeinsamen Zähneputzen haben wir über den Überresten unseres Feuers Toasts gegrillt. Also wieder Zelt abbauen und ab nach Melbourne. Mit 120 km/h ging es auf dem Princess Highway weiter entlang an ständig wechselnden Landschaften, angefangen von unzähligen Weiden mit Rindern und vereinzelt auch Pferden, vielen typisch australischen flachen Häusern, Nationalparks, Küsten und Felshängen bis hin zu Stränden und Wiesen mit kahlen Bäumen in der Mitte. Wahnsinnig schön und immer wieder was neues zu entdecken hinter der nächsten Kurve. Die Nationalparkwälder sind ca. 15 Meter hoch und haben mannshohe Farngewächse und so nen leichten Regenwaldstyle. Die Typisch rote Erde sticht einem natürlich auch ins Gesicht.

09.02.08

Das heutige Tagesziel sollte ganz spontan Orbost sein. Das hatten wir nach 416 km erreicht. Während der Fahrt haben wir immer mal da angehalten wo es nen Aussichtspunkt gab oder die Gegend einfach nur schön war. Das is einer der vielen Vorteile wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Das Wetter war sonnig, bewölkt und platzregnerisch, eben sehr durchmischt. Um den Campingplatz zu erreichen mussten wir erstmal 10 Kilometer auf einer gelben Schotterstraße entlang fahren, die genauso gut ins „Nichts“ hätte führen können. Den Strand, der auf dem Weg dahin lag haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Um es kurz zu machen, Luxuscamping is was anderes als das wir dort gemacht haben. Es gab kein warmes Wasser, keinen Strom, kein Trinkwasser, kein Office und die Toiletten hat man sich mit recht vielen Krabbeltieren teilen müssen. Jedoch waren sehr viele andere Camper da und aus jeder Ecke drang eine andere musikalische Beschallung zu uns. Jetz aber nicht denken, dass das dort Horror war, im Gegenteil. Man musste eben nur auf bestimmte Dinge verzichten oder eben seine Ansprüche zurückschrauben. Wenn das geschafft war und das ging bei uns sehr schnell hat man erstmal bemerkt was für eine Ruhe und Ausgeglichenheit an diesem Ort geherrscht hat. Man war doch recht nah mit der Natur. In der Nähe befand sich ein Fluss, wo schon fleißig fürs Abendessen geangelt wurde. Dann hieß es erstmal Holz suchen. Da wir im Gegensatz zu den Campern um uns drumherum keine Axt hatten, mussten wir zwangsläufig mit unseren Taschenmessern operieren, aber es ging. Wir haben neben unserem Zelt ein Lagerfeuer gemacht und darüber lecker Würstchen gegrillt. Dazu haben wir eine Gabel an einen Stock mit Hilfe von Draht gebunden und fertig. Aus dem Topf gab es noch Baked Beans auf Toastbrot. Klingt komisch, is aber Saulecker. Natürlich alles über dem Feuer gemacht. Als wir pappesatt waren hieß es Sterne gucken am Himmel. Der war wirklich sternenklar und ich hab sogar ne Sternschnuppe gesehen. Die Milchstraße schien schier unendlich zu sein. Das is schon schön urig so in der „Wildnis“ am Lagerfeuer unter freiem Himmel und ein schönes Glas Wein in der Hand. Nachdem wir dann nach Mitternacht total ausgeräuchert waren gingen wir schlafen. Der Abend war einfach nur Geil!