Sonntag, 9. November 2008

Melbourne und nu...???

Von Adelaide aus ging es weiter auf der Great Ocean Road entlang bis nach Melbourne. Das waren noch mal 733 Kilometer die wir ja locker in einem Tag hätten schaffen können. Jedoch geht es auf der Strecke durch zahlreiche Serpentinen die Berge rauf und runter, sodass wir grade mal zwischen 40 und 80 km/h fahren konnten. Da uns ja auch nix gedrängt hatte blieben wir mal hier und mal da etwas länger wenns uns gefallen hatte. Am 7.11. reisten dann auch meine Eltern wieder ab. Nun bin ich in Melbourne und noch am Überlegen was ich jetz die letzten 2 Monate noch so schönes anstelle. Ich habe mal angefangen mein Auto zu putzen damit es dann beim Verkaufen nen schönen Eindruck macht. Unglaublich was da für ein roter Schmutz und Staub raus kommt. Ein Wunder dass es wieder weiß is und ni rot geblieben. Fuer die kommenden Tage bleibt mir nur noch zu sagen:"Die City is der Hammer und es bleibt also spannend".

Sonntag, 26. Oktober 2008

Perth und zurück nach Adelaide

In Perth angekommen traf ich erstmal alte Freunde wieder. So also Kathrin und Richard, mit denen ich am Anfang gereist bin. Die trafen wir auf nem abgelegenen Rastplatz 130 Kilometer von Perth entfernt. Dann kam da noch Jacob aus meiner alten Schule dazu. Glück gehabt denn er is den Tag nachdem ich ankam abgereist.
Das is echt das Lustige daran. Man lernt so viele Leute kennen und irgendwann, irgendwo und irgendwie trifft man die in den lustigsten Momenten wieder. Leider musste ich mich jetz schon von Milka trennen da ich meine Eltern hier traf zum weierreisen und sie einen Job begann. Auch an dich ein riesiges Dankeschön für die geile Zeit.

Inzwischen bin ich also mit meinen Eltern mitten drinn in der 7000 Kilometer langen Reise von Perth via Ayers Rock nach Melbourne. Das Nullabour Plain beinhaltet Australiens längste gerade Strecke und die is 146.6 Kilometer lang.
Dazu kommt noch dass in dem Gebiet von Australien die Straßen Endlos sind, denn hinterm Horizont geht die Straße weiter bis zum nächsten Horizont und so weiter. Alles ist monoton und trostlos aber es hat eben einen gewissen Reiz solche Distanzen auf sich zu nehmen und zu schaffen. Nachdem wir am Ayers Rock waren ging es in Richtung Adeleide. Leider sind mir auch hier noch 2 Kängurus vors Auto gesprungen und da sind jetz in der Seite einige Dellen mehr drinn und hinten links ein witziges Painting wie Aboriginie-Style. Bleibt aber drann, zur Erinnerung.


Ein größerer Zwischenstop is in Adelaide wo wir uns die Gegend sehr genau ansehen. Auch das Weintasting ist ein Muss und so fuhren wir ins Barossa Valley und Stockten unseren Vorrat mit edlen Tropfen auf. Auch eine kostenlose Führung durch eine Schokoladenfabrik ließen wir uns nicht entgehen. Das war lecker. In den zahlreichen Wildlifeparks hat nam die Gelegenheit Koalas, Wombats und Kängurus hautnah zu sehen und zu streicheln.


Von Broome nach Perth


Nun hieß es für mich aber weiter reisen. Doch bevor das los ging wurde nochmal richtig gefeiert. Ich lernte Milka kennen und zusammen beschlossen wir uns auf die weite Reise nach Perth auf zu machen. Der Start sprach schon für sich denn wir haben gestern gesagt, wir reisen heute ab und sind aber morgen immer noch hier an genau der selben Stelle… Nach Tag 3 sind wir dann aber endlich doch aus Broome weg gekommen. Für mich sehr schwer, da ich hier ganze 3 Monate gelebt habe und die schönste Zeit ever hatte. Das ist der Nachteil am Backpackerleben, man lernt so viele tolle Menschen kennen und muss sie dann wieder verlasen da jeder seinen eigenen Weg zu Ende gehen muss. Das kann schon mal sehr traurig sein. Aber das Leben geht weiter und man findet neue tolle Leute. Unsere Reise startete am 12.9.2008 und endete nach 3359 Kilometern am 30.9.2008 in Perth. Wir waren an lustigen Orten wie „Balla Balla“, haben die Geisterstadt Wittenoom erkundigt, waren oft im Bush Campen so fern von jeglicher Zivilisation und sahen danach komplett rot von dem ganzen Staub aus.
Endlich kamen wir im Karijini Nationalpark an und gingen dort in den natürlichen Wasserfällen Baden und ließen die Seele baumeln. Dann waren wir in Exmouth wo wir beschlossen uns ne Schnorchelausrüstung zu beschaffen und dann ab raus ins Rif und erkunden was da so alles rumschwimmt. Das war schon geil. Blöderweise habe ich da auch mein erstes Känguru angefahren weil es meinte direkt von links aus dem Busch gesprungen zu kommen und vor meinem Auto zu landen. Dann machte es nur noch „rums“ und das arme Tier flog direkt auf die andere Straßenseite und blieb dort liegen. Das kann einen schon sehr shocken. Die sind hier aber auch wie ne Plage und hängen immer auf der Straße rum um los zu hüpfen wenn das Auto grade auf richtiger Höhe is um damit zusammen zu stoßen. Voll dähmliche Viecher manchmal.. Um die weitere Strecke etwas abzukürzen nahmen wir eine Dirt Road und mussten erstmal durch Knietiefes Wasser fahren um dann zu einem Track zu gelangen der uns zu einsamen Stränden geführt hatte. Dort nicht zu Campen ist ein Verbrechen. Das ließen wir uns nicht nehmen und so schlugen wir wieder einmal unser Zelt am Strand auf. Ein Traum. .. Die folgenden Tage schliefen wir wieder irgendwo im Outback und teilten unsere abendlichen Lagerfeuer mit allerlei Ameisen und kleinen Kriechtieren. War aber wahnsinnig toll so die ganze Stille und den unglaublich tollen Sternenhimmel zu genießen und so einzuschlafen. Kein Witz, ich habe wirklich oft auf der Motorhaube gepennt, da wir oft zu faul waren das Zelt aufzubauen und mir auf dem Boden zu viele Kriechtiere waren

Das Ende in Broome


Leider kam jetz die Zeit wo Josi wieder zurück nach Deutschland musste. Nach 5 Monaten zusammen reisen uns alles durchmachen is das schon ne Umstellung plötzlich allein im Zelt zu schlafen. Vielen Dank Josi für die schöne Zeit die du mir gegeben hast.
Am 5. September habe ich also endlich meinen letzten Arbeitstag auf dem Perlenboot gehabt und ich war HAPPY! Wurde auch echt Zeit nach 10 Wochen.


Im Endeffekt kann ich aber sagen dass die Erfahrungen die ich da machen konnte wahnsinnig toll waren. Jeder Tag war anders. Zwischendurch gab es mal Tage wo ich fürs Schalfen on board bezahlt wurde weil eben nix los war. Ansonsten hieß es aber durch halten und sich auf den Feierabend freun. Immer einmal im Monat wurde der Wellengang im Meer sehr stark sodass auchmal einige Leute den direkten Sprung ins Wasser erleben mussten da man auf so nem kleinen Boot sehr hin und her geschaukelt wird. Alles in allem waren die Leute voll cool und das macht die Arbeit erträglicher.

Unbezahlbar diese Bild oder was meint ihr? Ich finde diese Perlen aber sehr schön und wenn man mal bedenkt welchs Drecksarbeit dahinter steckt, dann versteht man auch warum diese Perlen im Preis leicht in die Tausender gehen. Für uns Backpacker unerschwinglich.

Der letzte der 10 Tage wurde immer genutzt um alle Boote sauber zu machen. Da hieß es in der Regel immer "Kommt ma erst um 9 statt wie üblich um 6" wie cool. Und dann kamen die Boote aus dem Wasser. Das reinigen dauerte wenn überhaupt nur eine Stunde, wobei das easy going war und den Rest der Zeit wurde schon kräftig getrunken, sodass unser Boss bereits 12 Uhr schon Sternhagelvoll war.

Das is er, unser big Boss am letzten Tag. Währ schön wenn es sowas in Deutschland auch geben würde.

Sonntag, 20. Juli 2008

Pearling - Charakterbildung

Ab dem 27.6.08 hieß es für mich dann „Ich hab den Job auf dem Pearlschiff“. Naja und da geht’s jetz immer für 10 Tage morgens raus auf See und abends wieder rein an Land und zurück auf den Campground. Die ersten 6 Tage waren noch Harvestseason und da haben wir die Perlmuscheln mit Messern und Drahtbürsten bearbeitet. Das fing also an mit Leuten, die die scharfen Kanten abgeschlagen und die 2 Muschelhälften getrennt in Boxen geschmissen haben. Die nächsten am sogenannten „Killtabel“ durften dann nacheinander alle Innereien entfernen, der nächste hat das Fillet rausgeschnitten, der nächste hat noch die Überreste des Fleisches abgeschabt und danach wurde mit der Drahtbürste alles Restliche noch gnadenlos entfernet, sodass nur noch das schöne Perlmutt zu erkennen war. Das wird dann den ganzen Tag so gemacht. Nebenbei noch angemerkt hat man den ganzen Tag nasse Füße und Hände und die Blasen und Kratzer werden schon unzählbar nach den ersten Tagen. Das is das negative daran. Und jetz nach der Harvestseason geh ich mit kleinen Cleaningbooten raus auf See da wo die Panels mit den Muscheln im Wasser sind und da auch das ganze Jahr über bleiben und ihre Perlen produzieren. Blöderweise wachsen an den Panels immer sehr schnell alle erdenklichen Arten von Seepocken und Unkraut was wir dann eben alle 2 Wochen von den Panels runterkloppen müssen im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei habe ich schon ziemliche Blessuren überall bekommen. Das Seeunkraut is auch so frech... wenn man da mit dem Messer reinschlägt, kommt einem klei das ganze Wasser von den prall gefüllten Viechern direkt ins Gesicht gespritzt. Dann gibt’s da noch son lustiges Firewheet was an den Seilen wächst und ebenfalls entfernt werden muss und das Zeug lässt Hände und Arme aussehen wie bei ner hochgradigen Neurodermitis, also alles angeschwollen und mit roten Flecken übersehen. Zumindest werden da täglich eben diese Panels aus dem Wasser geholt, mit Wasserdruck vorgereinigt und dann auf nem Tisch mit Spachteln von den Barnekels befreit. Diese Barnies sind sehr harte, fast korallenartife Meereslebewesen.Und diese lassen sich nur unter Kraftaufwand von den Shell runterhaun. Muss aber gemacht werden, da die Shell sonst absterben wuerden. Zum Schluss verdrischt dann noch jemand die restlichen Fremdlebewesen auf dem Panel mit nem Schlauch und dann gehen die Panels wieder zurück ins Wasser. Die Muscheln nehmen keinen Schaden bei diesem brutalen Reinigungsverfahren, jedoch is die Chance sehr hoch sich selbst auf die Finger zu haun oder sich alle erdenklichen Wehwehchen zu zu ziehen. (Hab ich alles schon erfolgreich ausgetestet). Manchmal is es auch ganz lustig, grade wenn Wellengang is und dann gehen halt ma n paar Leute bei dem Versuch die Panels aus dem Wasser ins Boot rein zu ziehen eben mal mit dem Panel ins Wasser zurueck weil das Boot so schwankt. Wer angst hat, nass zu werden hat keine Chance da zu überleben, denn das geht schneller als man gucken kann dass ne Welle aufs Boot trifft und dann hat man ma ganz schnell nen nassen Rücken. Ehrlich gesagt es is n Scheiß Job aber ich werds durchziehen da es ja fürs zweite VISA zählt. Also denk ich grade nur den momentanen Tag zu überleben und zähle schon die verbleibenden 6 Arbeitswochen runter. Während meiner 4 Tage frei wird also komplett nix gemacht oder zu den Beachpartys gegangen und dann am Strand geschlafen. Einfach klasse son Leben. Bin echt gespannt was ich in den nächsten 2 Monaten die ich noch hier bin so erleben werde.

Reise nach Broome

Nun ging es also am 12.6. in den Litchfield Nationalpark wo wir in den Rockpools baden gingen und uns ma wieder entspannten nach den letzten Tagen. Die Strecke bis Broome beträgt ca 1800 Kilometer. Auf dem Weg waren wir auch im Bungle-Bungle Nationalpark, wo wir das erste Mal mit unserem neuen 4WD durch mehr als 1 Meter tiefe Wasserläufe fuhren mussten und den Allrad austesten konnten, denn da ging es nur Hoch und runter die Straße entlang, eben wie in ner guten Achterbahn. Glücklicherweise ging einer der alten Reifen erst 120 Km vor Broome kaputt und ich wechselte den alten schnell aus und es ging weiter. Pro Tag legten wir recht gechillt 300 bis 400 Kilometer zurück und guckten hier und da mal wo es schön aussah und war. In Broome kamen wir am 21.6. an und waren sehr positiv über die kleine Stadt erstaunt. Schön am Meer gelegen, ein reges Treiben, viele junge Leute und einfach nur Sommerfeeling zu 100%.Hier kann man schon mal einige Monate aushalten. Nun versuche ich hier nen Job auf dem Perlenschiff zu bekommen. Dazu muss ich jeden Tag zur Jobagentur, mich da kurz einschreiben und das wahrscheinlich noch die nächsten 2 Wochen. Warum ich das mache??? Ich kann die Zeit da für mein zweites Visa anrechnen lassen und ausserdem kann man da recht gut Geld machen. Is bestimmt ne sehr gute Erfahrung. Naja und wenn man für den Job jetz na paar Wochen sich dort jeden Tag einschreibt und den Rest des Tages am Strand abchillt, is das doch ein voll geniales Leben. Also ich kann damit super leben, muss eben nur a bissel aufs Geld achten.

Einfach nur Pech gehabt

Nun is es schon Anfang Juni und ich staune immer wieder wie schnell doch die Zeit vergangen ist. Um eine sichere Reise entlang der Westküste zu haben, beschlossen wir nocheinmal nach arwin zu fahren, um da die Wasserpumpe im Auto auswechseln zu lassen, denn die alte hatte ein Leck und berlor am Tag immer 2 Liter Wasser. Nach der Reparatur war ich kleima 400 Dollar leichter. Eine Nacht kehtren wir noch mal zum Bark Hut zurück um all unser Zeug einzuladen. Als es dann am 4.6.08 endlich offiziell nach Perth los ging, hjatten wir sehr gemischte Gefühle denn wir wussten nicht ob wir uns freuen sollten, weil es endlich nach Perth ging oder heulen, weil wir das Bark Hut verlassen sollten. Naja wie auch immer nach den ersten 85 km war unsere Reise schonwieder vorbei, denn das Auto wollte nichtmehr wie wir wollten und hielt an. Glücklicherweise gegenüber von einem Roadhouse und nicht irgendwo im Nirgendwo am Rand des Highways. Im Endeffekt stellte sich raus, dass ich den Motor gründlich durchgekocht hatte. Aber wie war das nur möglich? Ganz einfach! Die neue Wasserpumpe hat zu viel Druck auf die alten Wasserschläuche ausgeübt und diese sind dann geplatzt, das ganze Wasser is raus und der Motor lief heiß. Schöne Scheiße! Der Mechaniker hat es eben ni für notwendig gehalten, die alten porösen Schläuche auch auszutauschen. Vielen Dank auch, denn das Auto konnte ich im Endeffekt für ganze 100 Dollar verkaufen. Die Reparatur hätte mich über 3500 Dollar gekostet und mindestens 3 Wochen warten. So entschloss ich mich nach langem Hin-und-her für ein neues Auto. Naja genug Geld zusammengearbeitet hatte ich ja. Nun mussten wir also alle Pläne grundlegend ändern. Josi buchte ihren Flug von Sydney um nach Darwin und wir fuhren nach Broome, denn in 3 Wochen mit wenig Geld die Westcoast runterrammeln is sinnlos und bringt nix. Also werden wir uns eben das Norhern Territory und die Westcoast bis Broome ansehen.